Das stellen wir fest Ziele 2002 -2004 Das tun wir Unser Schulprofil

Theorie ... und Praxis

Das stellen wir fest - Schule und Gesellschaft verändern sich!
 
  • Das Wissen der Menschheit wächst immer schneller. Es ist, mit Einschränkungen, nicht mehr sicher zu sagen, welches Wissen sich Schüler aneignen müssen, um erfolgreich ihren Lebensweg gestalten zu können. Das bedeutet, dass sich das Lernverständnis generell verändert.

  • Die Vermittlung von Fachwissen bleibt wichtig. Aber in einer Zeit, wo sich der Wissensbestand rasend vermehrt, geht es darum, Basiswissen sicher zu vermitteln. Lern- und Methodenkompetenz werden zukünftig gemeinsam mit der Medienkompetenz elementare Fähigkeiten sein.

  • Die Fülle an Informationen wird immer mehr zunehmen. Zukünftig müssen Menschen in der Lage sein, aus der Informationsfülle auszuwählen. Vermutlich wird es noch wichtiger werden, sich über die Seriosität von Information eine Meinung zu bilden und entsprechend zu selektieren.

  • Kinder sollen sich auf Anforderungen einer (kaum vorhersehbaren) Zukunft vorbereiten und dabei von Lehrerinnen und Lehrern begleitet und unterstützt werden.

  • Kinder wachsen unter Bedingungen (Medienkindheit, veränderte Familienstrukturen, „neue“ Armut, ...) auf, die häufig schulisches Lernen in den vorhandenen Strukturen nicht unterstützen. Dies führt auch dazu, dass die Voraussetzungen, die Kinder in die Schule mitbringen, immer heterogener werden.

  • Erziehungsarbeit rückt immer stärker in den Mittelpunkt (Selbstwahrnehmung, Selbstbewusstsein, Sozialkompetenz) schulischer Arbeit.

Die Anforderungen an Schule und die schulischen Rahmenbedingungen haben sich schon immer verändert, allerdings ist in den letzten Jahren eine Zunahme der Veränderungsgeschwindigkeit zu verspüren. Auch nehmen die Anforderungen, die an uns als Lehrerinnen und Lehrer gestellt werden, in ihrer Vielzahl und Komplexität zu.

Die beschriebenen Änderungen ziehen vielfältige Konsequenzen nach sich. Die Kinder profitieren, wenn Lehrer, Eltern und die gesamte Schulgemeinde gemeinsam nach Lösungen suchen. Dies gelingt aus unserer Sicht dann am Besten, wenn man konkrete Arbeitsschritte und Tätigkeiten vereinbart.

 

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Das nehmen wir uns vor! – Zielbeschreibungen für 2002 bis 2004
 

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Wir bemühen uns, das Lernen des Lernens in den Mittelpunkt schulischer Arbeit zu rücken.
- Wir konzentrieren uns auf den gesicherten Erwerb von Basisqualifikationen in den Kernfächern. 
Des Weiteren geht es uns darum, exemplarische Lernfelder in den anderen Wissensbereichen zu bestimmen, die inhaltlich zukunftsweisend sind und den Erwerb von Methoden-, Kommunikations- und Sozialkompetenz zulassen.
- Wir erarbeiten mit unseren Schülerinnen und Schülern, wie man Informationen auswählt, bewertet und präsentiert.
- Unser Ziel ist es, zunehmend Schule auch als Lebensraum für Kinder und Jugendliche zu gestalten, um im Sinne lernpsychologischer Erkenntnisse optimale Lernprozesse zu ermöglichen und auch um Defizite im Erziehungsgeschehen abmildern zu können. Hierbei geht es uns auch darum, Eltern mit Erziehungsproblemen über professionelle außerschulische Unterstützungssysteme zu informieren und deren Inanspruchnahme im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten einzufordern.
- Jugendliche erfahren bei uns, dass eine qualifizierte Ausbildung notwendig ist, aber nicht den Abschluss des Lernens bedeutet. Das Ziel ist, die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen zu fördern.
- Eltern, Institutionen der Berufsberatung und wir sind gemeinsam dafür verantwortlich, dass Jugendliche das vielfältig verzweigte System der Bildungsmöglichkeiten analysieren können und hinsichtlich der beruflichen Verwertbarkeit durchschauen.
- Wichtig ist uns, Jugendlichen deutlich zu machen, dass individuelle Stärken, Interessen, Motivation und Leistungsbereitschaft entscheidend für den beruflichen Weg sind. Dies kann uns Lehrerinnen und Lehrern nur in enger Zusammenarbeit mit Eltern und Institutionen der Berufsberatung gelingen.
- Schülerinnen und Schüler in der Grund- und der Hauptschule, die nicht so leicht lernen, benötigen individuelle Hilfestellungen. Dies setzt voraus, dass wir vielfältige Unterrichtsformen und flexible Unterrichtsorganisation einsetzen und erproben.
 

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Das tun wir - Aktuelle Arbeitsfelder und Zielsetzungen im Überblick
 
 

Diese Arbeitsfelder haben wir bereits erfolgreich bearbeitet und unsere Zielsetzungen zum größten Teil erreicht.
 
Diese Arbeitsfelder bearbeiten wir schon längere Zeit und haben unsere Zielsetzungen teilweise erreicht.
 
Diese Arbeitsfelder bearbeiten wir erst seit kurzer Zeit und haben bis jetzt unsere Zielsetzungen nur ansatzweise erreicht.
 

 


 

Erprobung und Weiterentwicklung des „Ingelfinger Modells“, das zunehmend exemplarischen, themenorientierten, projektartigen, fächerverbindenden und jahrgangsübergreifenden Unterricht in der Hauptschule möglich macht.
- Schaffung von Orientierungsmöglichkeiten in einer zunehmend komplexen Welt
- Lernen des Lernens
- Erwerb von Methodenkompetenz
- Förderung von Schlüsselqualifikationen
- Schülerinnen und Schüler lernen, sich gegenseitig bei ihren Lernprozessen zu unterstützen.
- Vorbereitung der Einführung der neuen Bildungspläne ab Schuljahr 2004/2005

Erprobung einer Organisationsform zur Umsetzung der Kontingentstundentafel im Bereich der Hauptschule

- Schaffung neuer Möglichkeiten für fächerübergreifendes, projektorientiertes und jahrgangsübergreifendes Lernen in einer "alltagstauglichen" Organisationsform
- Vorbereitung der Einführung der neuen Bildungspläne ab Schuljahr 2004/2005

"Neue" Formen der Leistungsdokumentation in der Grund- und Hauptschule:
Elterngespräch als Ersatz der Halbjahresinformation in Klasse 2
„Lernwegbuch“ in Klasse 5 bis 9
Beurteilung “überfachlicher“ Kompetenzen in Klasse 7 bis 9
- Rückmeldung an Schülerinnen, Schüler und Eltern über das Lernverhalten und die Lernentwicklung
- Dokumentation der von Schülern bearbeiteten Themenfelder
- Aussagekräftigere Bewerbungsunterlagen für Absolventen unserer Schule

Erprobung differenzierender Förderansätze in der Grundschule
- Zielgerichtete Förderangebote in den Kernbereichen Lesen und Rechnen
- Optimale Verwendung der knappen Lehrerstunden

Erprobung der Buschmann/FRESCH-Rechtschreibmethode in mehreren Klassen der Grund- und Hauptschule
- Vertrauen in Sprache sichern, indem die Sicherheit beim Rechtschreiben für die Schülerinnen und Schüler gesteigert wird. Insgesamt wird das System der deutschen Rechtschreibung vor allem durch folgende Hilfestellungen transparenter:
- rhythmisch-melodisches Sprechschwingen/Sprechschreiben
- einen verlässlicher Wortschatz
- Denkanregungen und Hilfestellungen beim Diktat

Rhythmisierung des Schulalltages 
- Routineelemente sollen Entlastung in der Alltagsbewältigung schaffen. Wir vermuten, dass dadurch Lernprozesse erleichtert und unterstützt werden.

Betreuungsangebote für Grund- und Hauptschule:
S´COOL - Die soziale Gruppenarbeit
Hausaufgabenbetreuung
Kernzeitenbetreuung
- Schule muss zunehmend Lebensraum für Kinder und Jugendliche werden, um im Sinne lernpsychologischer Erkenntnisse optimale Lernprozesse zu ermöglichen und auch um Defizite im Erziehungsgeschehen abmildern zu können. Hierbei geht es auch darum, Eltern mit Erziehungsproblemen über professionelle außerschulische Unterstützungssysteme zu informieren und deren Inanspruchnahme im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten einzufordern.

Nach jahrelanger Erprobung vielfältiger Lern- und Anwendungsprogramme  versuchen wir, den eingeschlagenen Weg einer kreativen Nutzung neuer Medien an unserer Schule weiterzuentwickeln.
- Schülerinnen und Schüler erfahren den Computer als Hilfsmittel bei der Bewältigung verschiedenster Lern-, Informationsbeschaffungs- und Präsentationsaufgaben und lernen verschiedene Anwendungsprogramme kennen.
Entwicklung eines schuleigenen Curriculums in diesem Bereich.

Kooperation mit der Schule für Erziehungshilfe
- Integrative Hilfestellungen für verhaltensschwierige und konzentrationsschwache Schülerinnen und Schüler werden erprobt. Sie sind am ehesten erfolgreich, wenn sie zeitnah und in Kooperation mit den Eltern erfolgen können.

Verstärkte Einbeziehung außerschulischer Experten in jeder Klassenstufe mit Unterstützung des Förderkreises unserer Schule.
- Erweiterung des schulischen Curriculums durch Zusatzangebote außerschulischer Experten, die neue Sichtweisen in die Schule tragen und damit Schülerinnen und Schülern realitätsnahe Lernerfahrungen ermöglichen.

Weiterentwicklung bewährter Unterrichtsgrundsätze:
- Themenorientierung
- Problemorientierung – Anwendungsorientierung
- Handlungsorientierung
- Selbsttätig-aktiv-entdeckendes Lernen
- Schülerinnen und Schüler organisieren ihre Lernwege zunehmend selbstständig.
- Orientierung an Schülerinteressen
- Schüler unterstützen Schüler in altersgemischten Lerngruppen.
- noch stärkere Einbeziehung des Vorwissens von Schülerinnen und Schülern
- Schülerinnen und Schüler übernehmen zunehmend Verantwortung für ihre eigenen Lernziele und Lernwege.
- Erweiterung unseres methodischen Repertoires, um Schülerinnen und Schülern vielfältige Lernwege zu eröffnen und sie auf dem Weg zum selbstständigen Lernen zu begleiten.
- Erweiterung von Erfahrungsfeldern für Schülerinnen und Schüler zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen
 
regelmäßige pädagogische Konferenzen aller Lehrerinnen und Lehrer, die in der Hauptschule unterrichten
- Die pädagogische Konferenz stellt ein Bindeglied zwischen den Klassenlehrern und den Projektlehrern dar.
- Probleme im Erziehungs- und Lernbereich können zeitnah und präventiv erkannt und Lösungsansätze entwickelt werden.
- Lehrerinnen und Lehrer verstehen sich zunehmend als Team.
- Die soziale Gruppenarbeit s´COOL wird noch stärker in den Schulalltag integriert. 
 

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