Elternfragen
Liebe Eltern, liebe Leserinnen und Leser,
seit Montag, 16.1.2012 ist bekannt, dass wir in Neuenstein ab Schuljahr 2012/13 als einer von 34 Standorten in Baden-Württemberg als Gemeinschaftsschule starten. Wir bereiten uns seit vielen Jahren intensiv darauf vor und freuen uns sehr, dass diese europaweit erfolgreiche Schulform nun auch in Neuenstein möglich wird.
Die Gemeinschaftsschule stellt eine Bereicherung in der Schullandschaft in Baden-Württemberg dar. Sie ist die Alternative zu Realschule und Gymnasium, weil sie alle Abschlüsse der Sekundarstufe 1 vergeben darf (Hauptschulabschluss nach Klasse 9 oder 10; Mittlere Reife nach Klasse 10) und damit alle Anschlüsse bietet.

Wir hören nun, dass es wichtige Fragen der Elternschaft gibt, die wir im Folgenden beantworten möchten.
Bitte informieren Sie uns, wenn Sie weitere Fragen haben oder die Antworten Ihnen nicht genügend Information geben.

Sie erreichen uns über folgende Mailadressen:
mc-schulleitung-prt1(at)impl-ghs-neuenstein-rbdp-(dot)-radp-schule.bwl.de
mc-ssl-prt1(at)impl-ghs-neuenstein-rbdp-(dot)-radp-schule.bwl.de

Außerdem können Sie uns gerne jederzeit auch anrufen:
07942-91170 (Sekretariat)
Welche Wege stehen nach dem Abschluss der Klasse 10 der Gemeinschaftsschule offen?
Nach erfolgreichem Abschluss der Klassenstufe 10 der Gemeinschaftsschule sind folgende Übergänge möglich:
  • Übergang in die gymnasiale Oberstufe eines allgemein bildenden Gymnasiums
  • Übergang an berufliche Gymnasien
  • Übergang in die berufliche Ausbildung und das beruflich Schulsystem
Welche Klassen in Neuenstein werden Gemeinschaftsschule?
Die Gemeinschaftsschule ist eine völlig neue Schulform in Neuenstein und in Baden-Württemberg, die mit den bisherigen Schulformen nur noch sehr wenig zu tun hat.
Die Gemeinschaftsschule beginnt also nach den Sommerferien 2012 aufbauend mit Klasse 5.
Die Grundschule, als Teil der Gemeinschaftsschule, bereitet die Lernenden auf die Arbeitsweise der Gemeinschaftsschule schon aktuell bestens vor.

Alle anderen derzeitigen Schüler profitieren von den pädagogischen Entwicklungen der Gemeinschaftsschule und können alle bisherigen Abschlüsse (Hauptschulabschluss nach Klasse 9 oder 10; Werkrealschulabschluss nach Klasse 10) an unserer Schule machen.
Welchen Schulabschluss kann mein Kind in Neuenstein machen?
  • Mittlere Reife (Realschulabschlussprüfung) nach Klasse 10
  • Hauptschulabschluss (Hauptschulabschlussprüfung) nach Klasse 9 oder 10
Hat mein Kind jeden Nachmittag Schule?
Schon bisher hatte ein Schüler unserer Schule im Regelfall ein bis zwei, teilweise drei Nachmittage Unterricht.
Die pädagogische Ausrichtung der Gemeinschaftsschule verändert die Lern- und Lebenstrukturen an der Schule grundlegend.
Da effektives Lernen in Halbtagesstrukturen aber nicht so gut funktioniert, werden wir die Gemeinschaftsschule ab Klasse 5 als Ganztagesschule gestalten.
Ihre Kinder werden also an drei Nachmittagen bis ca. 15.30 Uhr an der Schule sein. Von Vorteil ist, dass mehr Zeit für Lernprozesse zur Verfügung steht und Hausaufgaben in weiten Teilen schon erledigt sind. Auch nachmittägliche Aktivitäten können so noch problemlos erreicht werden, so dass Vereins-, Musik- und sonstige Aktivitäten nicht beeinträchtigt sein dürften.
Wird die erste Klasse dann nicht eine Art Versuchslabor?
Bereits im Jahr 2001 hat die Schule Neuenstein ein Konzept entwickelt, das einen Verbund von Realschule und Hauptschule vorsah – dies war aus politischen Gründen nicht umzusetzen, wurde aber pädagogisch von der damaligen Kultusministerin Dr. Annette Schavan sehr anerkannt. Dieses Konzept haben wir über die Jahre beständig weiter entwickelt und wissen nun sehr genau, wie wir Lernende mit unterschiedlichen Wissensständen und Lernmöglichkeiten fördern und fordern können.
Außerdem arbeiten unsere Lehrkräfte intensiv mit Andreas Müller (Direktor des Institutes Beatenberg) zusammen. Andreas Müller ist einer der anerkanntesten Spezialisten im Bereich des individuellen Lernens in Europa.
Längeres gemeinsames Lernen ist europaweit die Regel-Form des Lernens. Es gibt damit vielfältige und positive Erfahrungen.
Wie ist das mit dem "Realschul- oder Gymnasialniveau"?
Grundsätzlich werden an Gemeinschaftsschulen auch Realschullehrer und Gymnasiallehrer eingesetzt und wir unterrichten Ihre Kinder nach den Bildungsplänen der Hauptschule, der Realschule und des Gymnasiums - je nach Befähigung.
Hauptschullehrer studieren gemeinsam mit Realschullehrern an den pädagogischen Hochschulen des Landes Baden-Württemberg. Sie besuchen nahezu dieselben Seminare und absolvieren sehr ähnliche Dienstprüfungen. Was das Fachwissen angeht gibt es hier keine Unterschiede.
Zudem haben die Lehrkräfte der Schule Neuenstein seit über 15 Jahren Erfahrung mit der Werkrealschulabschlussprüfung und dem darauf vorbereitenden Unterricht. Diese bisherige Prüfungsform ist national der Mittleren Reife gleichgestellt und verlangt ähnliche Anforderungen wie die Abschlussprüfung der Realschule. Die Bildungspläne sind entsprechend angepasst.


Welche Lehrkräfte unterrichten an einer Gemeinschaftsschule?
Grundsätzlich werden alle Lehrkräfte des Landes Baden-Württemberg zunächst an Hochschulen/ Universitäten und anschließend an Lehrerausbildungsseminaren auf ihren anspruchsvollen und vielfältigen Beruf vorbereitet.

Die Gemeinschaftsschule Neuenstein beschäftigt im Endausbau Lehrkräfte aus allen derzeitigen Schularten Baden-Württembergs.

An unserer Schule setzen sich die Lehrkräfte vor dem Einsatz in den Lerngruppen der Gemeinschaftsschule intensiv mit dem schulischen Lernkonzept auseinander. Die Qualität wird weiterhin durch intensive berufsbegleitende Fortbildungsmaßnahmen und wöchentliche Teambesprechungen gesichert.
Wie geht das: Kinder mit unterschiedlichen Fähigkeiten gemeinsam zu unterrichten?
Diese Frage ist klar zu beantworten, aber nicht im Rahmen dieser Darstellung.
Demnächst werden wir unser pädagogisch-organisatorisches Konzept umfassend auf unserer Internetseite veröffentlichen und alle Interessierten zu Informationsveranstaltungen einladen. Bei diesen Veranstaltungen haben Sie die Gelegenheit einen Rundgang durch unsere Schule zu machen, Lernende zu erleben, mit Eltern ins Gespräch zu kommen und Lehrkräfte sowie die Schulleitung unserer Schule zu befragen. Hier erfahren Sie, wie und dass "es" geht!

Nähere Informationen zu diesen Informationsveranstaltungen erhalten Sie über Ihre Kinder, das "neue stadtblatt", die Tageszeitungen und unsere Internetseite.

Können die Lehrer nach diesen neuen Methoden unterrichten?
Ja. Wir arbeiten an der Umsetzung seit Jahren und bilden uns ständig auch gegenseitig fort.
Werden die Kinder dann nicht zu faul und machen nur das Nötigste, wenn sie sich die Aufgaben selber raussuchen dürfen?
Wir haben umfassende, aber individuell erreichbare Erwartungen an erfolgreiche Lerner an unserer Schule. Was wöchentlich zu erreichen ist, wird von uns klar beschrieben, so dass jeder Lernende auch weiß wo er steht und auf welchen Abschluss er derzeit hinarbeitet. Sie als Eltern werden regelmäßig über die Lernstände Ihrer Kinder informiert und können sich auch selbst einen Überblick verschaffen. Ein „Gegensteuern“ ist somit sehr viel schneller möglich, als in anderen schulischen Organisationsformen.
Wie das genau funktioniert, erfahren Sie bei einer unserer Informationsveranstaltungen.
Orientieren sich leistungsstarke Schüler dann nicht nach „unten“?
Nein. Wir machen bereits jetzt im Gegenteil eher gegensätzliche Erfahrungen.
Hinzu kommt, dass leistungsstarke Lernende im LernTeam ihr Wissen dauerhaft festigen, indem sie anderen LernTeam-Mitgliedern je nach ihren zeitlichen Möglichkeiten Unterstützung geben.
Wir Lehrende achten sehr darauf, dass Lernzeit im Rahmen der wöchentlichen Lernvereinbarungen effektiv und orientiert an der Leistungsmöglichkeit des Einzelnen genutzt wird.
Ist ein Kind, das sehr leicht lernt an der Gemeinschaftsschule unterfordert?
Zu entscheiden, ob ein Kind die Gemeinschaftsschule oder eine andere weiterführende Schulform besucht, hängt von verschiedenen Überlegungen ab:
  • Welches pädagogische Konzept möchte ich für mein Kind?
  • Kann ich das pädagogische Konzept der jeweiligen Schule erkennen und bewerten?
  • Wie viel Lebens-/ Lernzeit räume ich meinem Kind ein?
  • Welche Rolle spielt das heimatliche Umfeld, Hobbies, Freunde
  • …?


Schon in der Vergangenheit haben sich viele Eltern aus den unterschiedlichsten Gründen für die Realschule entschieden, obwohl ihre Kinder ein sehr klare Gymnasialempfehlung erhalten haben. Im Regelfall besuchen diese Kinder dann nach dem Mittleren Bildungsabschluss ein berufliches Gymnasium, Auf diesem Weg absolvieren mittlerweile sehr viele der jungen Erwachsenen das Abitur und gestalten anschließend ihren weiteren beruflichen Werdegang. Wir haben viele Absolventen der „alten“ Werkrealschule, die auf diesem Weg Abitur und Studium abgeschlossen haben und nun sehr erfolgreich in der Gesellschaft ihren “Mann“ oder ihre „Frau“ stehen.

Die Gemeinschaftsschule sichert nun, dass für unterschiedliche Lernende unterschiedliche Niveaustufen des Lernens und Arbeitens ermöglicht werden, so dass auch Gymnasiasten ihren Platz finden.

Bitte folgen Sie demnächst einer unserer Einladungen, das System der Gemeinschaftsschule kennen zu lernen – dann haben Sie von unserer pädagogisch-organisatorischen Umsetzung der Gemeinschaftsschule ein klareres Bild und eine weitere Entscheidungsgrundlage.

Kann mein Kind problemlos in andere Schulen wechseln?
Die Gemeinschaftsschule orientiert sich an den derzeit gültigen Bildungsplänen des Landes Baden-Württemberg. Ein Wechsel ist damit von den Lern-Inhalten her betrachtet problemlos möglich, allerdings sollten Sie ein Beratungsgespräch mit den Lehrkräften unserer Schule suchen und gemeinsam überlegen, welche der ja immer noch existierenden anderen Schulformen in Frage kommt.
Da die verbindliche Bildungsempfehlung nach Klasse 4 zum Schuljahr 2012/13 entfällt und Sie als Eltern die freie Schulwahl haben, hat dieses Gespräch aber nur beratende Funktion und Sie können Ihr Kind an jeder anderen Schule anmelden.
Wir bitten Sie aber im Interesse Ihres Kindes sehr genau zu überlegen, was sinnvoll ist. Denn anders als an der Gemeinschaftsschule wird an den anderen weiterführenden Schulen im Regelfall nur auf der jeweiligen Niveaustufe unterrichtet und geprüft, ohne auf den derzeitigen Lernstand des Lernenden umfassender eingehen zu können.
Wann beginnt die zweite Fremdsprache?
Ab Klasse 6 unterrichten wir Französisch mit 4 Stunden pro Woche.
So besteht auch vollständige Übergangsmöglichkeit, falls der Wohnort gewechselt wird und der Wunsch besteht, ein Gymnasium oder eine Realschule zu besuchen.
Gibt es Noten?
Noten sind derzeit in unserer Gesellschaft das politisch und gesellschaftlich gewünschte und (scheinbar) objektive Rückmeldesystem über erzielte Leistungen.
Solange dies so ist, wird auch die Gemeinschaftsschule in den Abschlusszeugnissen Noten vergeben.
In unseren vorhergehenden Klassen gibt es aber andere und wesentlich aussagekräftigere Formen der Rückmeldung über den jeweiligen Lern- und Entwicklungsstand eines Lernenden, so dass Sie als Eltern umfassende Möglichkeiten haben, die Entwicklung Ihres Kindes zu verfolgen und positiv zu begleiten.
Wenn sich mehr als 56 Kinder anmelden, was geschieht dann?
Unsere Schule ist in der Sekundarstufe 1 grundsätzlich als zweizügige Schule ausgelegt. Wir können also maximal 56 Lernende pro Jahrgang ab Klasse 5 aufnehmen.

Nachdem zu diesem Schuljahr (2013/14) über 60 Lernende unsere Gemeinschaftsschule besuchen möchten, hat der Schulträger entschieden, dass ausnahmsweise 3 Klassen gebildet werden können.

Falls im Schuljahr 2014/15 keine drei Klassen gebildet werden könnten, entscheiden folgende Kriterien über die Auswahl:
Schulweg, Verkehrsverhältnisse, Grundschulzugehörigkeit oder auch der Umstand, dass ein Geschwisterkind bereits an der Schule ist

Auskunft über die Zahl der zu bildenden Klassen erhalten Sie hier auf unserer Homepage spätestens Anfang März 2014.

Als anmeldende Eltern erfahren Sie direkt bei der Anmeldung, ob Ihr Kind einen Schulplatz erhalten kann oder nicht.

> Rundgang Gemeinschaftsschule
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