Was passiert, wenn die Scheibe auf den Boden fällt - 15.4.06
Von Yvonne Tscherwitschke - Hohenloher Zeitung

Augen, Ohren und Mund stehen weit offen. Gebannt beobachten sechs Drittklässler, was passiert, wenn eine Fensterscheibe umfällt. Und wie viele Scherben gibt es, wenn man mit dem Hammer drauf haut?
OsterwerkstattRund 100 Schüler der Grund- und Hauptschule Neuenstein schnuppern in ihren Osterferien in verschiedenen Neuensteiner Unternehmen. Die einen sind am Donnerstag bei einer Hebamme, andere helfen Schornsteinfeger Eberhard Weinstock beim Rußeln. Und wieder andere sehen sich bei Fenster Keller um, machen Experimente und dürfen in der Lehrwerkstatt mit Bohrer, Feile und Zange ein eigenes Werkstück fertigen. Einen Metallwürfel, der auf der Spitze steht, werden sie am Ende des Tages mit nach Hause nehmen. Vorbereitet und organisiert haben den Osterwerkstatt-Tag bei Fenster Keller vier Auszubildende. Sie führen die neugierigen Schüler durch den Betrieb. Begeistert ist Mark Posovszky (10) vor allem vom Schweißroboter. Achim Carle (11) ist auf die große Fräse neugierig. Die Presse hat den neunjährigen Canberk Ordu am meisten fasziniert. Wenigstens so lange, bis die sechs Schüler selbst experimentieren dürfen. Da fallen Scheiben auf den Boden, ohne zu zerschellen. Erklärung: Das entstehende Luftpolster bremst ab. Liegt aber nur ein winziges Steinchen am Boden, ist die Scheibe hin. Hammerschläge hält eine Verbundglasscheibe ebenso locker aus wie das Gewicht eines erwachsenen Mannes.

Die Schüler glauben es kaum, greifen selbst zum Hammer und schlagen mächtig zu. Es gibt nur kleine Sprünge ins Glas. Das wundert auch Sophia Kühner. Die Neunjährige war schon öfter im Betrieb. Ihr Vater Ulrich Kühner arbeitet hier. Aber das, das hat sie noch nicht gesehen.

Mal mit dem Papa zur Arbeit gehen, das können heute die wenigsten Kinder, sagt Mathias Wagner-Uhl, Leiter der Grund-und Hauptschule. Damit die Kinder trotzdem einen Einblick in die Berufswelt kommen, wurde mit der Osterwerkstatt ein neuer Weg eingeschlagen. Mit großem Erfolg. Die Schüler bewerten das Erlebte positiv. Und die Firmen beteiligen sich von Jahr zu Jahr reger an dem Angebot, nutzen die Chance, schon den Schülern zu zeigen, wie wo gearbeitet wird.
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